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Thema 52/100🧪 Hypothese

ENSO (El Niño / La Niña) in den SR-Aufzeichnungen

ENSO (El Niño / La Niña) ist der dominante Modus der zwischenjährlichen Klimavariabilität in den Tropen.

ENSO (El Niño / La Niña) ist der dominante Modus der zwischenjährlichen Klimavariabilität in den Tropen. Es verändert die Verteilung und Größe der Gewittergebiete (verlagert und vergrößert oder verkleinert die wichtigsten konvektiven Zentren), und da diese Gebiete Anregungsquellen der SR sind, zeigt sich ENSO auch in den Aufzeichnungen der Resonanzen.

In den Daten zeigt sich das vor allem in den Verschiebungen der Resonanzfrequenzen und in den Änderungen des Verhältnisses Entfernung–Intensität (DFR, distance–frequency relationship). Sátori et al. (2024) beschreiben, wie die Frequenzänderungen in der vertikalen Komponente des elektrischen Feldes die globale Blitzdynamik auf verschiedenen Zeitskalen widerspiegeln; die Energie aus tropischen Quellen wird dabei mit einer Verzögerung von mehreren Monaten in höhere geografische Breiten übertragen Satori 2024. ENSO zeigt sich also in der SR nicht nur als momentane Änderung, sondern auch als zeitlich verzögertes, räumlich umverteiltes Signal.

Diese Verbindung ordnen wir der Ebene der aktiven Forschung zu: Der qualitative Zusammenhang ENSO–SR ist gut belegt, die quantitative Rekonstruktion konkreter Episoden hängt jedoch von der Stationsabdeckung und der Kalibrierung ab (siehe #56).

Schlüsselwörter

globales Tropenthermometertropische KonvektionENSOKlimasignalWasserdampf

Quellen

  • Satori2024Sátori, G., et al. (2024). How Do Schumann Resonance Frequency Changes in the Vertical Electric Field Component Reflect Global Lightning Dynamics at Different Time Scales? J. Geophys. Res. Atmospheres.Quelle öffnen