Überwachung der globalen Erwärmung mithilfe der SR
Da die SR die Blitzaktivität des gesamten Planeten integriert und diese nichtlinear von der tropischen Temperatur abhängt, bietet es sich an, die Resonanzen als kostengünstigen globalen integrierenden Blitzsensor und damit als Proxy für die Beobachtung von Klimaänderungen zu nutzen.
Da die SR die Blitzaktivität des gesamten Planeten integriert und diese nichtlinear von der tropischen Temperatur abhängt, bietet es sich an, die Resonanzen als kostengünstigen globalen integrierenden Blitzsensor und damit als Proxy für die Beobachtung von Klimaänderungen zu nutzen. Eine einzige gut platzierte und kalibrierte Station kann ein kontinuierliches, global repräsentatives Signal liefern — im Gegensatz zu kostspieligen Netzen von Bodensensoren oder zeitlich begrenzten Satellitenüberflügen.
Die Idee knüpft unmittelbar an Williams (1992) an: Ist die Intensität der SR ein empfindliches Maß für die Tropentemperatur, sollten sich langfristige Temperaturtrends in den langfristigen Trends der Blitzaktivität und somit der SR widerspiegeln Williams 1992. Ein potenzieller Vorteil sind die geringen Kosten und die Kontinuität der Messung.
Es ist allerdings zu betonen, dass es sich um einen indirekten Proxy handelt. Die zuverlässige Beobachtung von Trends erfordert lange, gut kalibrierte Reihen und die Trennung des Klimasignals von anderen Einflüssen (z. B. ionosphärischen, siehe die Einschränkungen in #56). Deshalb ordnen wir das Thema der Ebene der aktiven Forschung zu, nicht einer fertigen betrieblichen Methode.
Schlüsselwörter
Quellen
- Williams1992Williams, E. R. (1992). The Schumann Resonance: A Global Tropical Thermometer. Science, 256(5060), 1184–1187. doi:10.1126/science.256.5060.1184Quelle öffnen