ELF-Felder und zelluläre Mechanismen (Kalzium, Membranpotenzial)
Damit ein schwaches Feld im ELF-Band (extrem niedrige Frequenzen, zu denen die SR gehört) überhaupt auf einen Organismus wirken könnte, müsste ein zellulärer Mechanismus existieren, der es „auffängt“.
Damit ein schwaches Feld im ELF-Band (extrem niedrige Frequenzen, zu denen die SR gehört) überhaupt auf einen Organismus wirken könnte, müsste ein zellulärer Mechanismus existieren, der es „auffängt“. In der Literatur werden mehrere Kandidaten vorgeschlagen: die Beeinflussung des Flusses von Kalziumionen (Ca²⁺) durch die Zellmembran, eine Verschiebung des Ruhemembranpotenzials und die Hypothese der Radikalpaare, nach der ein schwaches Magnetfeld die Chemie von Radikalpaaren beeinflusst und damit indirekt auch die Funktion der Ionenkanäle.
Diese Mechanismen sind Gegenstand aktiver Forschung, aber ihre Evidenz ist überwiegend in vitro (an Zellkulturen, oft bei Feldstärken, die höher sind als jene, die die SR real liefert) und insgesamt uneindeutig. Die Übertragung von der Laborschale auf einen ganzen Organismus, der dem realen, sehr schwachen Feld der SR ausgesetzt ist, ist nicht belegt. Es handelt sich also um wahrscheinliche Teilmechanismen von ELF-Feldern im Allgemeinen, nicht um eine erwiesene Wirkung gerade der Schumann-Resonanz.
Schlüsselwörter
Quellen
- Nelson2025Nelson, I. (2025). Exploring the influence of Schumann resonance and electromagnetic fields on bioelectricity and human health. Electromagnetic Biology and Medicine.Quelle öffnen