Magnetorezeption und Orientierung von Tieren
Magnetorezeption — die Fähigkeit von Tieren, das Magnetfeld wahrzunehmen und sich danach zu orientieren — ist ein etabliertes Phänomen (🔬).
Magnetorezeption — die Fähigkeit von Tieren, das Magnetfeld wahrzunehmen und sich danach zu orientieren — ist ein etabliertes Phänomen (🔬). Bei Zugvögeln, Meeresschildkröten und weiteren Arten ist ein Magnetkompass belegt; die führende Erklärung ist der Mechanismus der Radikalpaare im Protein Kryptochrom im Auge, gegebenenfalls Magnetit in Geweben. Experimentell ist ebenfalls belegt, dass schwache künstliche ELF-/RF-Felder den Magnetkompass von Vögeln stören können — was zeigt, dass biologische Systeme, die auf schwache Felder empfindlich sind, tatsächlich existieren.
Daraus folgt jedoch nicht, dass die Orientierung der Tiere gerade durch die Schumann-Resonanz gesteuert würde. Die Verbindung der Magnetorezeption konkret mit der SR ist spekulativ (🧪): Es handelt sich um eine eigenständige Hypothese, die sich nicht aus der allgemeinen Existenz des Magnetsinns ableiten lässt. Es ist daher klar zwischen zwei Dingen zu unterscheiden — der gut belegten Magnetorezeption als solcher und der viel schwächeren (und bislang unbewiesenen) Vorstellung, dass die SR sie vermittelt oder nutzt.
Schlüsselwörter
Quellen
- Nelson2025Nelson, I. (2025). Exploring the influence of Schumann resonance and electromagnetic fields on bioelectricity and human health. Electromagnetic Biology and Medicine.Quelle öffnen