Nikola Tesla und die frühe Idee globaler Resonanzen
Nikola Tesla experimentierte um 1899 in seinem Labor in Colorado Springs mit der Übertragung von Energie und mit dem, was er als globale stehende elektromagnetische Wellen oder „Erdresonanzen“ beschrieb.
Nikola Tesla experimentierte um 1899 in seinem Labor in Colorado Springs mit der Übertragung von Energie und mit dem, was er als globale stehende elektromagnetische Wellen oder „Erdresonanzen“ beschrieb. In diesem Sinne nahm er die Idee selbst vorweg, dass die Erde als Ganzes ein resonantes elektromagnetisches Verhalten zeigen kann.
Es ist jedoch nötig, die historische Anekdote klar von der erwiesenen Wissenschaft zu unterscheiden: Bei Teslas Versuchen handelte es sich nicht um die Schumann-Resonanz im heutigen präzisen Sinne — also um die durch Blitze angeregten Resonanzen des Hohlraums Erde–Ionosphäre, wie sie Schumann definierte (#9) und Balser und Wagner maßen (#12). Tesla arbeitete mit eigenen Generatoren und mit Erdströmen, nicht mit einem globalen Resonator im heutigen Verständnis. Seine angeblichen Frequenzschätzungen sind zudem historisch unsicher und lassen sich nicht zuverlässig mit den heute gemessenen Werten (~7,83 Hz für die erste Mode) gleichsetzen.
Teslas Beitrag gehört hier daher in die Ebene des historischen Kontextes und der Inspiration, nicht zu den experimentellen Belegen der Schumann-Resonanz.