Winfried Otto Schumann und die Entdeckung der Resonanzen (1952)
Winfried Otto Schumann (1888–1974), Professor für Elektrophysik an der Technischen Universität München (TU München), sagte 1952 theoretisch voraus, dass der Raum zwischen der leitfähigen Erdoberfläche und der leitfähigen Ionosphäre einen Hohlraumresonator (Wellenleiter) bildet, in dem sich stehende elektromagnetische Wellen extrem niedriger Frequenzen halten können.
Winfried Otto Schumann (1888–1974), Professor für Elektrophysik an der Technischen Universität München (TU München), sagte 1952 theoretisch voraus, dass der Raum zwischen der leitfähigen Erdoberfläche und der leitfähigen Ionosphäre einen Hohlraumresonator (Wellenleiter) bildet, in dem sich stehende elektromagnetische Wellen extrem niedriger Frequenzen halten können. Schumann 1952
Schumann leitete die Resonanzbedingung für den Hohlraum Erde–Ionosphäre her und erhielt so größenordnungsmäßig korrekte Werte der niedrigsten Moden. Seine Arbeit lieferte den theoretischen Rahmen, der acht Jahre später experimentell bestätigt wurde (siehe #12). Mit Schumanns Namen wird heute das gesamte Phänomen bezeichnet — die globalen elektromagnetischen Resonanzen des Hohlraums Erde–Ionosphäre, die vor allem durch Blitzaktivität angeregt werden.
Schumanns Student Herbert König entwickelte die Messungen weiter und stellte fest, dass die niedrigste (erste) Mode nahe der Frequenz ~7,8 Hz liegt, also in einem Band nahe dem Alpha-Rhythmus des menschlichen Gehirns. Diese Nähe ist eine historische Anmerkung, kein Beweis für irgendeinen biologischen Effekt; die Frage eines möglichen Einflusses auf den Menschen behandelt Cluster M kritisch.
Schlüsselwörter
Quellen
- Schumann1952Schumann, W. O. (1952). Über die strahlungslosen Eigenschwingungen einer leitenden Kugel, die von einer Luftschicht und einer Ionosphärenhülle umgeben ist. Zeitschrift für Naturforschung A, 7(2), 149–154. — Původní teoretická predikce rezonancí. doi:10.1515/zna-1952-0202