Formel der Eigenfrequenzen f_n = (c/2πa)·√(n(n+1))
Für einen idealen Hohlraum, der von perfekten Leitern begrenzt ist (unendliche Leitfähigkeit der Oberfläche und der Ionosphäre, verlustfrei), hat die Lösung der Wellengleichung auf der Kugel eine geschlossene Form.
Für einen idealen Hohlraum, der von perfekten Leitern begrenzt ist (unendliche Leitfähigkeit der Oberfläche und der Ionosphäre, verlustfrei), hat die Lösung der Wellengleichung auf der Kugel eine geschlossene Form:
f_n = \frac{c}{2\pi a}\sqrt{n(n+1)}, \qquad n = 1, 2, 3, \dots
wobei c die Lichtgeschwindigkeit, a \approx 6\,370 km der Erdradius und der Term \sqrt{n(n+1)} aus den Eigenwerten der Legendre-Gleichung auf der Kugel folgt. Der Vorfaktor ergibt
\frac{c}{2\pi a} \approx 7{,}5\ \text{Hz}.
Durch Einsetzen von n erhalten wir die idealen Moden: ungefähr 10,6; 18,4; 26,0; 33,5; 41,1 Hz für n = 1 bis 5. Diese Werte sind systematisch höher als die real beobachteten Frequenzen — der Unterschied ist Folge der Vernachlässigung der Verluste und der endlichen Leitfähigkeit der Ionosphäre (siehe #18). Die Formel dient daher als referenzielle „nullte“ Schätzung, nicht als Vorhersage der gemessenen Werte.
Schlüsselwörter
Quellen
- NickolaenkoHayakawa2002Nickolaenko, A. P., & Hayakawa, M. (2002). Resonances in the Earth–Ionosphere Cavity. Kluwer Academic Publishers. — Monografie.
- Sentman1995Sentman, D. D. (1995). Schumann resonances. In H. Volland (Ed.), Handbook of Atmospheric Electrodynamics, Vol. I (s. 267–295). CRC Press. — Klasický přehled. doi:10.1201/9780203719503