Immunität der SR-Amplitude gegenüber Sonnenstörungen
Die Schlüsselerkenntnis des gesamten Clusters: Die Amplitude der Schumann-Resonanz ist gegenüber Sonnenstörungen weitgehend immun. Die Intensität der Resonanz wird überwiegend durch die Blitzaktivität innerhalb des Hohlraums (Energiequelle) gesteuert, nicht durch den momentanen Zustand der Ionosphäre.
Die Schlüsselerkenntnis des gesamten Clusters: Die Amplitude der Schumann-Resonanz ist gegenüber Sonnenstörungen weitgehend immun. Die Intensität der Resonanz wird überwiegend durch die Blitzaktivität innerhalb des Hohlraums (Energiequelle) gesteuert, nicht durch den momentanen Zustand der Ionosphäre. Die solaren Einflüsse zeigen sich daher vor allem in Frequenz und Dämpfung der Moden, nicht in der Amplitude Satori 2016.
Das hat eine grundlegende praktische Konsequenz für die Dateninterpretation: Ein beobachteter Abfall oder Anstieg der SR-Amplitude ist primär Änderungen der globalen Blitzaktivität zuzuschreiben, während Frequenzverschiebungen aus der solaren Modulation der oberen Grenze des Hohlraums stammen können. Eine Verwechslung beider würde zu falschen Schlüssen führen — etwa zur irrigen Zuschreibung von Amplitudenänderungen an das „Weltraumwetter“.
Diese Trennung der Rollen (Blitze steuern die Amplitude, die Ionosphäre steuert Frequenz und Dämpfung) ist auch ein Leitfaden für populäre Darstellungen der SR: Behauptungen über starke solare „Sprünge“ der Resonanzintensität haben in den Messungen keine Stütze.
*Datei des Clusters H — Bestandteil der Wissensbasis zur Schumann-Resonanz.*
Schlüsselwörter
Quellen
- Satori2016Sátori, G., et al. (2016). Effects of Energetic Solar Emissions on the Earth–Ionosphere Cavity of Schumann Resonances. Surveys in Geophysics, 37, 757–789.Quelle öffnen