Variation der Amplitude versus Frequenz
Amplitude und Frequenz der Resonanz tragen unterschiedliche Arten von Information und verhalten sich unterschiedlich. Die Amplitude ist allgemein variabler als die Frequenz und spiegelt primär die Intensität der Blitzaktivität wider — wie viel Energie insgesamt in den Hohlraum Erde–Ionosphäre strömt.
Amplitude und Frequenz der Resonanz tragen unterschiedliche Arten von Information und verhalten sich unterschiedlich. Die Amplitude ist allgemein variabler als die Frequenz und spiegelt primär die Intensität der Blitzaktivität wider — wie viel Energie insgesamt in den Hohlraum Erde–Ionosphäre strömt. Die Frequenz der Spitzen ist dagegen stabiler und spiegelt eher die Verteilung und Entfernung der Quellen wider (siehe #45), nicht nur ihre momentane Stärke.
Diese Unterscheidung hat eine praktische Konsequenz für die Interpretation. Ein plötzlicher Amplitudenanstieg lässt sich einer Verstärkung der Gewittertätigkeit zuordnen, während eine Frequenzverschiebung eher auf eine Verlagerung des Quellschwerpunkts oder auf eine Änderung der Leitfähigkeitsbedingungen des Hohlraums hinweist. Das gemeinsame Lesen beider Größen — „stärker oder nur näher?“ — ist daher die Grundlage der Inversion, bei der aus den Resonanzparametern die globale Blitzdynamik rekonstruiert wird Satori 2024.
Schlüsselwörter
Quellen
- Satori2024Sátori, G., et al. (2024). How Do Schumann Resonance Frequency Changes in the Vertical Electric Field Component Reflect Global Lightning Dynamics at Different Time Scales? J. Geophys. Res. Atmospheres.Quelle öffnen