Leitfähigkeitsprofil der Ionosphäre und exponentielles Modell
Das Verhalten des Hohlraums steuert das Höhenprofil der Leitfähigkeit der unteren Ionosphäre. In erster Näherung wächst die Leitfähigkeit ungefähr exponentiell mit der Höhe: Mit jedem Höhenschritt um eine feste charakteristische Skala (größenordnungsmäßig einige km) steigt die Leitfähigkeit um einen konstanten Faktor.
Das Verhalten des Hohlraums steuert das Höhenprofil der Leitfähigkeit der unteren Ionosphäre. In erster Näherung wächst die Leitfähigkeit ungefähr exponentiell mit der Höhe: Mit jedem Höhenschritt um eine feste charakteristische Skala (größenordnungsmäßig einige km) steigt die Leitfähigkeit um einen konstanten Faktor. Man kann also etwa schreiben \sigma(z) \propto e^{z/\zeta}, wobei \zeta die charakteristische Höhe des Profils in der Größenordnung einiger km ist.
Dieser exponentielle Anstieg ist wesentlich, weil die ELF-Welle nur bis zu der Tiefe in die Ionosphäre eindringt, in der die Leitfähigkeit einen kritischen Wert erreicht; darüber wird das Feld rasch gedämpft. Das Profil definiert so die effektive „Decke“ des Hohlraums und mit ihr auch die Verluste, die die Frequenzen verschieben (siehe #18) und den Q-Faktor senken (siehe #19).
Da die elektrische und die magnetische Feldkomponente die Ionosphäre in verschiedenen Höhen „fühlen“, genügt eine einzige Exponentialfunktion nicht für eine genaue Beschreibung; deshalb werden zwei charakteristische Höhen (siehe #21) und verfeinerte zweiexponentielle („Knee“-)Modelle eingeführt (siehe #22).
Schlüsselwörter
Quellen
- NickolaenkoHayakawa2002Nickolaenko, A. P., & Hayakawa, M. (2002). Resonances in the Earth–Ionosphere Cavity. Kluwer Academic Publishers. — Monografie.
- Sentman1995Sentman, D. D. (1995). Schumann resonances. In H. Volland (Ed.), Handbook of Atmospheric Electrodynamics, Vol. I (s. 267–295). CRC Press. — Klasický přehled. doi:10.1201/9780203719503