Lokalisierung von ELF-Transienten (hyperbolische Ortung)
Damit die globale Detektion von TLE (siehe #67) praktischen Wert hat, muss die Quellentladung nicht nur erfasst, sondern auch lokalisiert werden.
Damit die globale Detektion von TLE (siehe #67) praktischen Wert hat, muss die Quellentladung nicht nur erfasst, sondern auch lokalisiert werden. Die Hauptmethode ist die hyperbolische Ortung aus den Ankunftszeiten (TOA — time of arrival): Die Differenzen der Zeiten, zu denen derselbe Q-Burst an den einzelnen Stationen eintrifft, definieren Hyperbeln, deren Schnittpunkt die Lage der Quelle bestimmt. Das erfordert eine genaue Synchronisation der Stationen mittels GPS (siehe #67). Guha 2017
Eine Alternative sind Einstationsmethoden, die die Quelle von einem einzelnen Messort aus abschätzen — etwa unter Nutzung der Wellenimpedanz (des Verhältnisses der elektrischen und magnetischen Feldkomponente), aus der sich Richtung und Entfernung der Quellentladung ableiten lassen. Diese Methoden sind weniger genau als die Mehrstationsortung, erfordern aber kein Netz synchronisierter Empfänger. Guha 2017
Die Lokalisierung der ELF-Transienten schließt so die Kette des Clusters I: Eine energiereiche positive Entladung regt sowohl einen Q-Burst als auch einen Sprite an (siehe #66), der Q-Burst wird über den gesamten Planeten an einem dünnen Stationsnetz erfasst (siehe #67), und durch die Ortung der Ankunftszeiten wird bestimmt, wo die stärkste Entladung — und wahrscheinlich auch das TLE — stattgefunden hat.
*Datei des Clusters I — Bestandteil der Wissensbasis zur Schumann-Resonanz.*
Schlüsselwörter
Quellen
- Guha2017Guha, A., et al. (2017). Aliasing of the Schumann resonance background signal by sprite-associated Q-bursts. J. Atmos. Sol.-Terr. Phys.Quelle öffnen